Wie die neue Arbeitswelt (New Work) unsere Büroarbeitsplätze verändert und welche Anforderungen das an raumakustische Konzepte stellt.

In den letzten Jahren setzten viele Unternehmen auf offene Bürostrukturen und erschufen damit moderne Arbeitsplätze, die agile Zusammenarbeit vor Ort ermöglichten, ja sogar forcierten. Die Pandemie führte allerdings dazu, dass viele Mitarbeiter:innen ihre Arbeit monatelang ins Homeoffice verlegten, wo sie dann einen Großteil der Arbeitszeit „alleine“ in der virtuellen Arbeitsumgebung verbrachten.

Auch wenn jetzt – mit dem Abklingen der Pandemie – die Menschen wieder verstärkt in die Büros strömen, wird – nach heutigem Stand – Homeoffice auch in Zukunft eine integrale Rolle in unserer Arbeitswelt spielen. Auch in „traditionellen“ Unternehmen werden ein bis zwei Tage „remote work“ pro Woche „normal“ sein. Dieser Mix aus Büro (Präsenz) und Homeoffice (Remote), verändert auch die Nutzung der klassischen Büroflächen und beschäftigt daher aktuell viele Arbeitsplatzplaner.

Die Rückkehr ins Büro: Herausforderungen an die neue Arbeitsplatzkultur

Eine große Herausforderung von offenen Arbeitsbereichen ist, dass ein flexibles Arbeitsumfeld geschaffen wird, welches direkten Austausch genauso ermöglicht wie konzentriertes Arbeiten alleine – ohne von Kolleg:innen gestört zu werden. Um nun beiden Szenarien gerecht zu werden, bedarf es einer überlegten Arbeitsplatzplanung und eines stimmigen raumakustischen Konzepts.

Heute scheint es sinnvoll, wenn Mitarbeiter:innen ihren Arbeitsort vor allem von der Tätigkeit abhängig machen.

  • Für den (temporären) Rückzug für konzentriertes Arbeiten, Besprechungen oder längere Telefonate braucht es ausreichend separate Räume. Schon vor der Pandemie galten Rückzugsräume – umgesetzt als abgeschlossene Räume, Stichwände und auch Raum-in-Raum-Systeme – als beliebte und wirkungsvolle Maßnahmen um akustisches Störpotential zu senken und die kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern.
  • Da nicht mehr jede:r Mitarbeiter:in einen fixen Platz fünf Tage die Woche benötigt, kommen für die „normale“ Arbeit vor Ort immer öfter Konzepte wie „Desk Sharing“ zum Einsatz. Diese unterscheiden sich selbstverständlich von normalen Arbeitsplätzen.
  • Darüber hinaus stellen moderne Büros heute insbesondere den zentralen Treff- und Austauschpunkt dar, wo sich alle Mitarbeiter:innen bei Bedarf oder regelmäßig formell und informell treffen und austauschen können.

 

Adaptive Raumakustik als Schlüssel für flexible Nutzung

Diese neuen Anwendungsfälle, sowie die damit einhergehende Flexibilität erhöht zugleich aber auch die Anforderungen an die raumakustische Qualität der Büroflächen. Ein agiles, offenes und modernes Arbeitsplatzkonzept profitiert maßgeblich von einer gelebten Arbeitsplatzkultur und den direkten Eingriff durch die Nutzer – ganz nach dessen individuellen Bedürfnissen.

Eine „adaptive Raumakustik“ ermöglicht den Nutzern einen unkomplizierten und direkten Einfluss auf die Raumakustik, beispielsweise durch mobile Elemente, Schallschirme, Absorber oder auch Raum-in-Raum-Systeme. Dafür muss ein übergeordnetes Akustikkonzept, das notwendige Equipment, aber auch Bewusstsein und Gestaltungskompetenz bei den Nutzern vorhanden sein. Da kommen die Fuchs Raumingenieure (Ingenieurbüro) ins Spiel und arbeiten in enger Kooperation mit Architekten an praxistauglichen und wirtschaftlichen Lösungen.