Die Nachhallzeit ist eine wichtige Kenngröße für die Bewertung der raumakustischen Qualität. Bei raumakustischen Planungen wird gerne auf Rechenmodelle zurückgegriffen. Zu den gängigsten Rechenmethoden gehören die Formel nach Sabine, sowie die Formel nach Eyring. Unser Raumakustik Planer (RAP) erlaubt beide Rechenwege. Hierdurch lässt sich die Nachhallzeit eines Raumes prognostizieren, sowie die notwendige Menge an Absorbern berechnen, welche in einem Raum einzubringen ist.

Zu beachten ist, dass beide Formeln davon ausgehen, dass im betrachteten Raum ein diffuses Schallfeld herrscht. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass sich Schall in alle Richtungen gleichermaßen frei ausbreiten kann und durch die Reflexionen im Raum wiederum von allen Richtungen gleichmäßig zurückkommt.

Räume sind allerdings unterschiedlich. Die Geometrie, die Beschaffenheit der Oberflächen, aber auch die Einrichtungsgegenstände haben auf die Diffusität einen großen Einfluss. Allerdings finden wir nicht in allen Räumen ein diffuses Schallfeld vor. Dann wäre es theoretisch egal, wo wir unsere Absorber platzieren – zumindest für den Effekt der Nachhallreduktion.

Die Quintessenz: Die Positionierung der Absorber ist entscheidend.

Wir wollen es genau wissen! Aus diesem Grund betreuen wir aktuell eine Bachelorarbeit eines motivierten Studenten der TH-Rosenheim. In den nächsten Monaten statten wir einen großen, sowie einen kleinen Raum mit Absorbern aus – und das in unterschiedlichsten Konstellationen. Die einzelnen Räume werden dann messtechnisch untersucht und mit den oben genannten Rechenwegen abgeglichen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen dann unmittelbar in die Verbesserung unseres Raumakustik Planers (RAP) ein. So entwickeln wir unsere Software kontinuierlich weiter.

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