Üblicherweise wird die Leistungsfähigkeit eines Absorbers durch dessen Schallabsorptionsgrad beschrieben. Ein hoher Schallabsorptionsgrad (z.B. ein α von 0,9) führt dazu, dass auftreffender Schall zu einem Großteil absorbiert und verbleibende Reflexionen deutlich reduziert werden. Ein geringer Schallabsorptionsgrad (z.B. ein α von 0,1) bewirkt das Gegenteil.

Flächige Absorber – Schallabsorptionsgrad „α“

Wichtig: Der Schallabsorptionsgrad eignet sich für flächige Absorber wie vollflächige Abhangdecken und Vorsatzschalen, oder auch flächig integrierte Absorber.

Erklärung: Bei einer raumakustischen Planung kann aus der Fläche des Absorbers und dem dazugehörigen Schallabsorptionsgrad die äquivalente Schallabsorptionsfläche Aeq beziehungsweise weitere Kenngrößen wie αRaum errechnet werden. Weitere Infos hierzu siehe unseren Artikel „Absorber richtig positionieren“ oder melden Sie sich direkt zu unserer nächsten Schulung an.

Besonders relevant ist dies für den in der Branche bekannten Einzahlwert, den αw und der dazugehörigen Absorberklasse. Detaillierte Infos hierzu zeigen gängige Regelwerke wie z.B. die DIN EN ISO 354 „Akustik – Messung der Schallabsorption in Hallräumen“ beziehungsweise die ISO 11654 „Akustik – Schallabsorber für die Anwendung in Gebäuden – Bewertung der Schallabsorption“.

Moderne Absorber als Einzelelemente

Beobachtet man den Markt für Absorber so fällt auf, dass Absorber vermehrt als einzelne Objekte eingesetzt werden. Dies hat viele Gründe. Absorber werden immer mehr zum Bestandteil einer modernen Architektur. Absorber werden nicht mehr „versteckt“. So findet man mitunter optisch sehr ansprechende Designs und Produkte. Hinzu kommt, dass moderne und offene Arbeitswelten den Räumen eine gewisse Flexibilität abverlangen. Mobile oder geschickt positionierte Elemente schaffen Variantenreichtum oder Mehrwert, wie zum Beispiel Deckenabsorber trotz einer bauteilaktivierten Decke.

Absorber als Objekt – Äquivalente Schallabsorptionsfläche „Aobj

Entgegen einem flächigen Absorber verfügen Absorber als Objekte oftmals über eine komplexe Form. Die Beziehung Aeq = α x A ist nicht mehr ohne weiteres möglich. Deswegen wird beim Produktnachweis in einem Hallraum auch kein Schallabsorptionsgrad, sondern direkt die äquivalente Schallabsorptionsfläche des untersuchten Absorbers als AObjekt ausgewiesen.

Wichtig: Einzelelemente verhalten sich anders als ein flächiger Absorber. So können beispielsweise Deckensegel von einer Mehrabsorption durch Reflexionen an der schallharten Decke profitieren (teilweise absorbiert auch deren Rückseite). Auch bei direkt montierten Einzelelementen, zum Beispiel Akustikbilder können sogenannte Kanten- und Beugungseffekte zu einem PLUS an Absorption führen.

Achtung: Dies ist nicht allgemein und pauschal der Fall. Besonders in Abhängigkeit der Frequenz kann ein Einzelelement im Vergleich zu einem flächigen Absorber auch „schlechter abschneiden“. Fundiertes Fachwissen ist hier gefragt.

Abstimmung bei der Produktentwicklung

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